what we need I

das Thema: WHAT we need?

Was brauchen wir? Was braucht ein Mensch zu Leben? Diese Frage haben sich Menschen in ihrer Geschichte sicherlich nicht nur einmal gestellt und solange es Menschen gibt wird diese Frage aktuell bleiben. Es ist eine Frage mit tiefen Hintergrund. Philosophie, Politik und Religionen versuchen sie zu beantworten. Was brauchen wir? Sind es Werte, sind es Produkte? Ein Mensch behauptete „All you need is love“, andere sagten „Brot und Spiele“, für viele ist es das Dach über dem Kopf. Vielleicht entspricht die Zahl der Antworten, der Zahl der Menschen auf der Erde. Aber sicherlich ist es mehr als Essen und Liebe….

Der chilenische Ökonom und Philosoph Max Neef, Gewinner des Alternativen Nobelpreises, hat versucht die menschlichen Grundansprüche in 10 Grundbedürfnisse aufzuteilen, Künstler aus Luxemburg haben diese Frage in eine große Ausstellung umgesetzt:

Freiheit, Identität. Kreativität. Liebe, Muße, Schutz und Fürsorge, Subsistenz, Teilnahme und Einbindung, Transzendenz, Wissen und Verstehen.

Für Max Neef fördern diese zehn Elemente die Lebensqualität. Dabei geht es nicht darum zu definieren und zu bestimmen, wie ein perfekte glückliches Leben eines Menschen aussieht (das muss jeder selbst herausfinden) oder ebensowenig das Leben, in seiner Komplexität, auf ein paar Regeln und Funktionsweisen zu reduzieren. Sondern einem Menschen das zu geben, was ihm zusteht.

das Mittel:

Vielleicht fragt sich der eine oder andere was an Interaktion das besondere oder das Künstlerische ist und warum wir damit arbeiten.. Die Antwort ist relativ einfach. Interaktion ist ein Weg, Menschen mit Kunst zu verbinden. Ohne gezwungen zu sein eine Beurteilung abzugeben kann man selbst direkt teilnehmen, eine eigene Ansicht bekommen.

Worauf wir in unserem Projekt den Schwerpunkt legen, sind Körpersprache und non-linguale Ausdrucksformen. Körpersprache, Mimik und Gestik sind in ihren Facetten ehrlichste Formen der Kommunikation. Theater und Schauspielerei versuchen diesen Formen auf den Grund zu gehen. Während wir beim Sprechen oft nicht wissen was wir sagen, sagen sollen oder wissen ob wir das sagen, was wir meinen, entspringen unsere Körperbewegungen und Gesichtszüge in Situationen des Lebens direkt und spontan. Das Sprichwort, „ein Bild (Körperbild) sagt mehr als tausend Worte“ kommt nicht von ungefähr. Zwar können wir uns verstellen, bedecken und verstecken, aber der körperliche Ausdruck bleibt echt, wirklich. Die Körpersprache betont unseren Charakter und unser Verhalten.

Im Vergleich zur Sprache, mit der wir retten, ändern, lösen und vielfältig agieren können, ist es durch Körpersprache weitaus schwieriger, das auszudrücken, was man beabsichtigt. Versucht mal das, was ihr sagen wollt, in Körpersprache auszudrücken! (Das wird sich als schwierig herausstellen).

Genau um diesen Punkt geht es in unserem kleinen Experiment, auszudrücken: Wir wollen die direkten und spontanen Gefühle, Gedankenverknüpfungen und Reaktionen der Menschen, ausgedrückt durch den Körper, betrachten und festhalten; vor allem zu einem Thema wie menschliche Bedürfnisse. Wie versucht jemand einen Standpunkt auszudrücken, wie verhält er sich dabei. Standpunkt heißt auf einem Punkt stehen, stehen bleiben und standhaft zu bleiben. Bestimmt verbinden viele damit eine starke, gefestigte Person. Aber was passiert wenn diese ihren „Standpunkt“, ihre Balance verliert. Was heißt es in einer neuen Situation standhaft zu bleiben. Welche Bedürfnisse kommen dann zur Erscheinung?

das Ziel

Im Endeffekt geht es nicht nur darum das Thema anzusprechen, sondern das übergreifende Ziel ist die Suche nach einer besseren Form von Kommunikation. Wir stellen uns die Fragen: Warum scheitert Kommunikation so oft? Warum fühlen sich Menschen in der Nähe anderer/Fremder unwohl, was stört im gegenseitigen Dialog? Wie kann man das Bewusstsein für andere bestärken? Wichtige Faktoren sind Aufmerksamkeit, Konzentration und Einfühlungsvermögen für das „Drumherum“ und für sich selbst, um ein Verständnis zu entwickeln. Dabei spielen Körpersprache und Sprache eine gleich große Rolle, um seine eigenen Erfahrungen weiterzuentwickeln und schließlich den eigenen Standpunkt zu erweitern.

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